In einem Buch habe ich einen tollen Fund, da ist ein Gewebe in Pepita Muster aus einfarbigem Garn, das Muster kommt nur aus der unterschiedlichen Drehung un der damit verbunden Reffkation des Lichts zustande, denn will ich unbedingt mal nachweben.
Danke fürs Lob Wolfssohn. Die Kleidung die ich da trage, zu weiß man nichts. Also die Frau war so groß wie ich so alt wie ich, aber das ist alles was man weiß. Es ist ein Ausnamefund, man weiß keine Volkszugehörigkeit und hat damit auch keine Ahnung warum die Frau Hosen trug, ob das alle Frauen dort taten - man weiß es nicht. Gefunden wurde das so in Finnland und zwar ziemlich weit im Norden. Kleidung und Unterwäsche passen halt immer zusammen. Wenn Du in einem Kleid das nur bis zu den Waden geht, richtig arbeiten willst, dann brauchst Du eine Unterwäsche die alles gut verpackt, daher die Unterhosen mit Rüschen die unterm Knie zu sind. Sonst kann man auf Details gucken, die nicht jeder sehen soll. Ob die Finnländerin Unterwäsche trug weiß man nicht, denn üblicherweise war Unterkleidung im Mittelalter aus Leinen, Leinen vergeht im Moor. Lange üppige Schlüppies hat aber auch noch meine Oma getragen, zum Teil handgestrickt aus Schurwolle *grusel* Meine Oma wäre jetzt etwa 120 Jahre alt. Knappe Unterwäsche kommt zwar immer wieder mal vor, zB schon bei den Römern, da gab es Strings und Brustbinde das aussah wie ein moderner Bikini, aber üppige Unterwäsche war doch lange recht verbreitet. Fürs Mittelalter geht man aber davon aus, das die Damen nur ein Leib Hemd trugen und keinen Schlüppi. Zumindest bis zum Hohem Mittelalter.
Hab' gestern mein Alpaca- Projekt wieder rückwärts gewebt, fast 'nen ganzen Meter.
Hatte es über Weihnachten liegen lassen, weil ich einige andere Sachen für Weihnachten gewebt hatte und bin dann irgendwie aus dem Tritt gekommen. Gestern wollte ich endlich weiterweben und die Kette wieder etwas mehr spannen zum Weiterweben, dreht mir der Warenbaum durch und packt das Gewebte nicht mehr richtig. Auch sind mir die Reihen ein bißchen verrutscht, wegen dem lockeren Anschlag und waren bißchen wellenförmig. Ich dachte, nach dem Waschen ist das nicht mehr so schlimm und ist ja Handarbeit, aber irgendwie hat mir die wenigere Kettdichte doch nicht so gefallen, ich komme mit enger Kette besser zurecht.
... also hab' ich mich entschlossen zurückzuweben.
Ich denke, gottseidank. Beim Abwickeln der Kette hab' ich gemerkt, sie ist durch diese Ruckmethode doch nicht so sauber gebäumt, wie ich dachte. Das hätte am Schluß arge Probleme gegeben. Ein Viertel der Kettbreite ist hinten total vertuckt. Jetzt muß ich sehen, daß ich das irgendwie von Hand wieder vom Kettbaum gefriemelt kriege.
Bin grad' auf der Zielgrade für ein neues Hemd. Noch einen Ärmel und dann ist es fertig. Mal sehen, ob ich es nachher noch schaffe, wenn ich mit Jacy wieder zurück bin. Boah, steigt bei euch auch immer die Spannung kurz bevor das Gewebte fertig ist? Wie wird es ganz aussehen, was wird die WaMa drauß machen... ... und wird es sich so an fühlen, wie erwartet? Boah, ich bin immer kurz vor' m Platzen.
Zitat von atelier-rotHallo Wolfssohn, Fotos Fotos Fotos Fotos Fotos Fotos
Ups, vor lauter neuen Rubriken, deinen Eintrag ganz übersehen. Ich könnt' schwören, der war gestern und vorgestern nicht zu sehen.
Ein bißchen Geduld noch liebe Edel. Nähen dauert immer so seine Zeit. ... aber anfühlen tut es sich schonmal ganz gut und aussehen tut es einfach klasse.
Jacy und ich waren letzten Sonntag wieder auf dem Flachsmarkt. Das ist immer ein kleines Highlight. Wir hatten 'nen richtig schönen Nachmittag. Dreieinhalb Stunden waren wir dort und die Zeit ist wie im Flug vergangen.
Erste Anlaufstelle ist immer der Burgraben. Dort nimmt Jacy ihre Erfrischung und dann kann es losgehen zu unseren Weber/ innen.
Dieses Jahr waren die Stände teilweise etwas chaotisch aufgebaut und ich konnte die Wolldeckenweberinnen gar nicht finden.
Irgendwie hatte ich auch leichte Orientierungsprobleme, aber schließlich habe ich dann Frau Kleinschmidt, die nette Weberin, gefunden, die damals meinte, mein Hemd würde ich selber weben. Boah, über eine Stunde haben wir geplaudert und es gab wieder jede Menge toller Tips. Sie war total begeistert von meinem neuen Hemd und meinte auch, ähnlicher geht es wirklich kaum. ... aber dann packte sie der Ergeiz und sie nahm die Fotos und schaute, ob sie noch Hilfreiches erkennen könnte.
Die Wolldeckenweberinnen hatte sie auch schon vermisst, da sie ja immer direkt diagonal gegenüber von ihr stehen und sie zeigte auf eine große Lücke.
Jacy' s Faltponcho fand sie auch total schön und wie ich ihr sagte, daß ich beim ersten Mal total Problem mit dem Garn hatte und es jetzt nochmal für mich versuche und hoffe, das es hält, meinte sie, man könne nur aus Erfahrung lernen und solle versuchen, alles umzusetzen, was man im Kopf hat. ... und wenn die Kette nicht hält, dann kommt sie eben wieder runter und taugt dann noch als Schuß. Das war auch mein Gedanke.
Total toll war, daß sie grade eine Merinokette 30/ 2 auf ihrem Musterwebstuhl hatte. So konnte ich mir mal ein Bild machen, wie fein das ist und wie dick, oder besser dünn , sich das Gewebte anfühlt.
Da die Wolldeckenweberinnen ja nicht da waren, ging es eine Ecke weiter zu unserem Brettchenweber. Er meinte, sie hätten gestern ganz schön mit dem Sturm zu kämpfen gehabt und hätten ständig die Stände und die Sachen sichern müssen. Um 17.00 Uhr hätte es so geschüttet und gestürmt, das Zelt von seinem Nachbarn hätt' s fast weggeweht, wenn der sich nicht drangehängt hätte. Da möchte ich kein Aussteller sein. Er meinte auch, das welche von den Handweberinnen umgezogen seien, weil es auf ihrem alten Platz zu stürmisch für den Webstuhl war. Das konnten ja nur meine Wolldeckenweberinnen sein. Thomas hat mir dann wieder ein bißchen seinen Inkleloom erklärt. Schon spannend und kaum vorzustellen, 64 Fäden pro cm. Er hat mir dann auch versucht zu erklären, hab' ich aber nicht richtig gerafft, wie sie damals die Borten direkt an das Gewebte angewebt haben, in dem der kleine Loom direkt neben dem Schaftstuhl stand und der Kettfaden dann in den großen Stuhl eingewebt wurde. So brauchten sie die Borte nicht anzunähen. Die hatten damals schon tolle Ideen.
Zum Schluß ging es dann zu den Wolldeckenweberinnen, die tatsächlich den Standplatz gewechselt hatten. Sie war auch total begeistert von meinem hübschen Pulli und meinte, tolles Muster. Wie ich ihr dann die Fotos gezeigt hab' , meinte sie, ich solle meinen Pulli noch leicht bürsten, der von meinem Held sähe auch leicht " haarig " aus. Ich hatte ihr dann ein Knäul von der schwedischen Wolle gezeigt, da sie ja auch mit schwedischer Wolle weben und sie hat sich die Wolle gleich mal aufgeschrieben. Zum Schluß wurde dann wieder ein Runde Decken gekuschelt. Es ist schon Hammer, wie leicht unterschiedlich die Decken sich anfühlen, obwohl sie dieselbe Dichte haben und vom selben Garn sind, aber sie meinte, je nach dem, wie sie gewaschen, verdichtet und aufgerauht werden und obwohl das Profis für sie tuen, fühlen sich die Decken nicht hundertprozent gleich an. Eben alles Unikate.
Zum Schluß hat sich Jacy dann noch eine Kleinigkeit an einem Keramikstand ausgesucht. Für mich war nix dabei, aber das sieht wunderhübsch auf Jacy' s Sonntagsgeschirr aus.
So ganz stimmt das mit der angewebten Borte nicht. Also die in einem Stück gewebte Borte schon aber keine 2 Webgeräte. Diese Gewebe waren besonders in der Eisenzeit hipp, da gab es riesengroße Decken die als Mantel getragen wurden, es gibt einen der an einer Seite 174 Kärtchen hat, das sind dann 696 Fäden, wie breit dieses angewebte Band warm müsste ich jetzt nachgucken. Man hat das auf einem Gewichtswebstuhl gewebt, Scha mal hier auf dem Bild : https://www.ask-alamannen.de/weberei da siehtst Du die roten Fäden : das wird diese Borte die mit den seitlichen Brettchen gewebt wird, das restliche Gewebe wird mit Schäften bedient. Du webst einen Schuss indem Du rechts die Kärtchen weiter drehst und auch links das Fach öffnest, einen Schuss legst und dann wieder von vorne. Man geht davon aus das die Mäntel besondere Stücke/Statussymbole waren.
Der Flachsmarkt ich echt besonders !
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX … der Webstuhl als Zeitmaschine ...
Den Flachsmarkt kenne ich nur aus Erzählungen, ich war leider noch nie dort. Deinen Bericht habe ich aber sehr genossen ;)) Und ich finde es toll, daß du so viel Anerkennung bekommen hast, das tut einfach gut ! Vor allem, wenn man an seinem Webstuhl alleine sitzt und keine Mitweber, außer hier, zum Austausch hat.
Früher war auf dem Flachsmarkt auch immer ein Weber aus Schottland oder Irland, ich meine Mckerry, Mckenzy oder so?? Kennst Du den auch noch, Wolfsohn? Den habe ich dieses Jahr (und ich meine auch schon im letzten Jahr) vermisst. Von dem habe ich eine tolle Wolldecke. Wir hatten am Samstag Glück beim Flachsmarkt, hatten (wie schon bei den Schotten geschrieben) einen sehr schönen Tag und waren vor dem Unwetter weg.
Jacy und ich hatten gestern einen wunderschönen Tag am Meer und in den Dünen. Zweimal im Jahr an besonderen Tagen feiern wir " Unseren Tag " . Der Tag gehört dann nur uns allein und wir machen was besonders Schönes.
Gestern hatte sich Jacy Meer und Dünen gewünscht und da wir ja " nur " 260 km von der holländischen Küste liegen, bot sich das doch an. Wir hatten uns für das kleine Örtchen Wassenaar zwischen Scheveningen und Katwijk entschieden.
Die Dünen dort sind atemberaubend schön. Vom Parkplatz ging es erst ein wenig durch die Dünen und dann direkt runter, oder vielmehr erst steil und anstrengend rauf und dann wieder runter zum Strand. Jacy hat sich dann gleich mal zum Abkühlen ins Meer gelegt.
Danach musste ich Jacy schwer überreden den steilen Aufweg wieder rauf und ein wenig die Dünen erkunden. ... aber es hat sich gelohnt. Zuerst haben wir uns mal ein schattiges ruhiges Plätzchen unter den Pinien gesucht. Ich mag Pinienwäldchen mit dem sandigen Untergrund unheimlich gern.
Dort haben wir erstmal unser Survivalpaket, Burger, Nackensteak, Gurken und Brot geschlachtet. Danach sind wir dann einem sehr schmalen wenig belaufenen Sandpfad gefolgt. Boah, so eine hübsche atemberaubende Vegetation.
... aber der Weg auch sau anstrengend. In dem loosen knöcheltiefen Sand kämpft man sich wirklich Schritt für Schritt vorwärts.
... und obwohl es gar nicht so heiß war, sind wir richtig weggebrunscht worden. Auf dem Weg war nur mäßig Wind und richtiges Wüstenklima. Jetzt wissen wir auch, warum die Siedler damals auf dem Oregon Trail sooooooooo lange gebraucht haben.
Am Ende des Weges wartete gottseidank der nächste Strandzugang. ... aber erstmal wieder den gewaltig steilen Hang rauf. Runter ging Jacy dann richtig flott und gleich wieder ab ins Meer.
Den Rest des Nachmittages sind wir dann ganz langsam am Strand entlang zurück zu unserem ersten Aufstieg. Jacy kriegte ich gar nicht mehr vom Strand weg. Ich wollte eigentlich noch ein wenig in den Schatten in die Dünen.
Schließlich haben wir uns auf einen Dünenhang unterhalb des Aufstiegs gelegt und einfach nur gechillt.
Da es sehr windig war, konnte man es auch gut in der Sonne aushalten... obwohl der Sand wehte uns in jede Poore. ... aber Jacy fand das richtig klasse. Schließlich haben wir uns dann Richtung Strandbuden , langsam gen Auto gemacht. Dort gab' es noch eine leckere Chocomel und ein grooooooßes Softeis für uns beide.
Danach war Jacy rundum zufrieden und wir konnten zum Auto zurück. Im Auto ist meine Süße dann sofort ins Koma gefallen.
Wir hatten echt Glück, daß so wenig los war. Nächste Woche ist dort Saisonende und ich hatte den Mann in der Strandbar gefragt, warum so wenig los ist. Er meinte wegen dem Wetter. Ich Kopf kratz, das ist doch super, Sonne, nicht so heiß und erfischend windig.
Er meinte, eben drum, wegen dem Wind kommen die Leute dann nicht zum Strand und in die Dünen, weil sie es nicht mögen, wenn der Sand überall rein und ins Gesicht weht. ... ohne den Wind hätten wir es da unten ohne Schatten gar nicht ausgehalten.
Ein Tag am Meer und ich bin braungebrannt, oder besser mit leichtem Rotstich, wie 'ne Rothaut. ... besser wie jedes Solarium. ... aber die Nordseesonne ist schon ziemlich heftig. Mit dem Wind merkt man das gar nicht so.
Boah, heute glüht mir der Schädel.
... und Jacy liegt schon wieder in der Sonne. Verrücktes Ding.