Der Webstuhl läuft nun endlich besser, da man als Gast hier keine Bilder sehen kann, habe ich einen Blogpost gemacht, der zeigen soll, was ich gemacht habe, als Hilfe für Suchende im www : https://www.zeitensprung-handweberei.de/...ines-webstuhls/
Ich hab gerade keine Zeit alles zu lesen, bin aber sehr überrascht bis zur Andreas Möller Methode gekommen, ohne den link zu öffnen. Kettbaumbremsen mit Seilzug sind natürlich viel älter als Zahnradbremsen. Man spricht bei einer Seilbremse von einer elastischen Kettbremse, bei einem Zahnrad von einer festen. Sämtliche Webstühle in Manufakturen mit Regulator, bei denen sich die Kette automatisch mitbewegt, der Anschlag wirkt über Seilzug auf den Kettbaum, sind damit ausgerüstet. Vermutlich weißt du das bereits, aber in deinem Text wirkt es, als hätte Andreas Möller das erfunden. Ansonsten: Ich bin absolut beeindruckt, dass du diese Berichterstattung hinkriegt. Das ist ja viel Zeit und Arbeit, versuche später mal, sie ganz zu lesen.
Nee es geht um das Schnellschusssystem von Möller. Die Leichtbauweise aus Papier, bzw Plastikmüll. Das was am Webstuhl war, war nicht mehr fit zu bekommen, es ging irre schwer, was nicht nur an mangeldem Können meinerseits lag, sondern wohl auch am Gewicht. Man muss ja das schwere Schiffchen schubsen, die schwere Lade schlagen. Wiegt das alles weniger braucht es weniger Kraft.
Am Kettbaum ist auf der einen Seite eine Kettbaumbremse und auf der anderen Seite eine Art Zahnrad. Blöd das der Raum zu eng ist den Webstuhl mal im ganzen zu knipsen. Die Kette kann mit einem Hebel nachgelassen werden, der das Zahnrad immer 10cm weit nachlässt.
Das war dann geringere Aufmerksamkeit durch Erkältung und Zeitnot meinerseits. Im Schnellschuss und auch in der Anbindung und bei vielen Arbeitsgängen hat Andreas viel geniales erdacht.
@ Zeitensprung: Danke für den Blogbeitrag ! Ich werde das sicher bei dem Hollandia mit den Gewichten ausprobieren. Dann würden die Querschemel auch endlich brav untereinander bleiben und nicht ständig gegeneinander oder voreinander laufen müssen.
Beim aktuelen Webprojekt musste ich 8 Fäden als Bündel nachbessern. Dies 8 Fäden sind nun nicht mit der Kette ordentlich aufgerollt, sondern baumeln als Bündel hinten am Webstuhl runter, ein eingehangenes Gewicht sorgt für die Spannung. Genau diese 8 Fäden sind ständig gerissen und es war mir nicht klar warum (manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht) bis ich darauf gekommen bin, das Gewicht war zu schwer. Einzelne Fäden beschwere ich mit Tischdeckengewichten, ausgewogen bringt so ein Teil 40g auf die Waage, also habe ich hochgerechnet und eine Wasserflasche mit 320ml befüllt und nutze diese als Gewicht und siehe da es läuft. Dieses Gewicht scheint der Spannung des einzelnen Fadens innerhalb der Kette zu entsprechen wenn ich mit der Hand mit leichtem Druck über die Kettfäden fahre.
Hochgerechnet würde das bei 800 Kettfäden heißen das die Kette den Webstuhl mit 320kg belastet, wenn ich die Kette auf Spannung bringe. Traditionell nimmt man nach der Arbeit die Spannung von der Kette um den Webstuhl und auch die Kette zu schonen. Das mache ich auch.
Nun kommt meine Frage : Macht es Sinn die Arretierhölzer* in den Webstuhl zu bringen, um den Webstuhl zu schonen wenn man ein paar Tage nicht arbeitet ? Ich weiß die 320kg sind nicht das Gewicht das wirkt wenn die Spannung weg ist sondern die Zugkraft beim arbeiten, aber Webstühle sind aus Holz und Holz arbeitet ... Damit sich die Schemel langfristig nicht verziehen ? Wilde Webe gibt es da Regeln die man in der Ausbildung mitbekommt ?
*ganz oben um die Marionetten am Kontermarsch in Ruhestellung zu bringen
Ja. Gibt es. Nach dem Arbeiten werden die Wippen oben arretiert. An meinem Webstuhl, der kein Kontermarsch ist, sondern eine Wippen Aufhängung hat, mache ich das nicht.
Moin liebe Webe ! Kannst Du bitte mal gucken ? Am Webstuhl habe ich ein Faltgewebe sehr sorgfältig eingerichtet, weil es ja gerade hier sehr hilfreich ist wenn man sauber arbeitet. Die Kette ist 14m lang und per Direktzettel aufgezogen. Die Spannung sollte also schön gleichmässig sein. Die Häkchen die die Litzenstangen halten habe ich genau plaziert als alles eingerichtet war, alle 8 Schäfte an der selben Stelle in der Kette und alle Kettfäden verliefen genau gerade als ich los gelegt habe. Nun habe ich etwas mehr als die Hälfte abgewebt und irgendwas ist gewandert, ich verstehe aber nicht was wandert und warum ? Ständig, also nicht nur diesmal sondern eigentlich bei jeder Kette habe ich irgendwann diese Zugstellen in der Kette. Normalerweise geht das irgendwie aber bei dem recht eng eingestellten Faltgewebe ist doch sehr viel Reibung beim arbeiten und es nervt mich einfach. Auch die Kontermarschschnüre verliefen zu Beginn weniger störend durch die Kette. Weißt Du Rat ?
für mich redet ihr chinesisch, d.h. ich habe null Ahnung und verstehe euer Problem noch nicht mal.
aber mal ganz naiv gefragt: gibt es nicht sowas wie einen Ober-Web-Guru, den man fragen kann? ich habe hier ja schon mehrfach gelesen, dass z:B., Videos von XY empfohlen wurden. so jemand müsste das evtl. wissen?